Ein Chemieunfall, neun vermisste Personen und viel Blaulicht, so sah das Szenario der Ostkreisübung der Jugendfeuerwehren des Kreises Offenbach am vergangenen Samstag aus.
Ausrichter der Übung war die Jugendfeuerwehr Obertshausen. Als Übungsobjekt stand diesmal die Verpackungsfirma „Ott + Sohn“ zur Verfügung.
Aufgrund eines angenommenen Chemieunfalls an einer Laderampe des Gebäudes, kam es zu einer Ausbreitung von giftigen Gasen im Inneren. Sechs Personen sind noch im Gebäude vermisst, drei weitere konnten bereits aus dem Gebäude in Richtung Rodau fliehen, von Ihnen fehlt aber bis dato jede Spur. Außerdem muss die Lagerhalle von außen gekühlt werden, um eine mögliche Reaktion der „Giftwolke“ zu vermeiden.
Diesen Einsatzbefehl galt es nun von den insgesamt neun Jugendfeuerwehren, die mit rund 80 Jugendlichen anrückten, zu bewältigen. Das Zusammenspiel der einzelnen Jugendfeuerwehr stand hier im Mittelpunkt. Während sich der erste Trupp, bestehend aus zwei Jugendlichen, mit dem Abdichten und Bergen der Chemie-Fässer beschäftigte, waren bereits zwei anderen Trupps dabei, die vermissten Personen im Gebäude zu suchen.
Zeitgleich, auf der Rückseite des Gebäudes, begannen die dort eingesetzten Jugendfeuerwehren mit der Kühlung des Gebäudes von außen und ebenfalls mit der Menschenrettung durch den hinteren Teil des Gebäudes.
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Um die drei Richtung Rodau geflohenen Mitarbeiter kümmerten sich zwei weitere Jugendfeuerwehren. Diese wurden nach kurzer Suche im anliegenden Feld, kurz vor der Rodau gefunden und zur Verletztensammelstelle gebracht, hier wurden sie von einer weiteren Jugendfeuerwehr versorgt und betreut.
Auch immer mehr der vermissten Personen im Inneren, wurden durch die dort suchenden Trupps gefunden und nach Außen zur Sammelstelle gebracht.
Mittlerweile war auch die ausströmende Gaswolke, sowie die Gefahr der auslaufenden Chemikalie gebannt, sodass nach gut 40 Minuten das Szenario komplett abgearbeitet war.
Alle Personen wurden gefunden und gerettet und das Gebäude und die Umgebung wurden vor Schlimmerem geschützt.
Anschließend lud die Jugendfeuerwehr Hausen alle Beteiligten zum Umtrunk und zur Nachbesprechung in das Feuerwehrhaus ein.
Ostkreissprecher Joachim Rodrigues dankte allen Jugendlichen für ihre rege Teilnahme und den tollen Verlauf der Übung. Auch Stadtbrandinspektor Markus Widczisk dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und lobte den Ablauf der Übung.
Die nächste große gemeinsame Übung des Ostkreises findet erst wieder Ende des Jahres statt.
L. Aissa



